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Der Verein

 

25 Jahre Rückblick von 1970 bis 1995

An einem Donnerstag Abend des Jahres 1970 zog es ein halbes Hundert Budenheimer in Richtung Schule. Es war der 3. September 1970. Eine deutsch-französische Gesellschaft sollte gegründet werden.

Zwei Jahre sind es jetzt her, dass Eaubonne und Budenheim eine Partnerschaft eingegangen waren. Lebhafte Aktivitäten hatten sich zwischen den beiden Gemeinden entwickelt, aber vieles schien nicht gut vorbereitet zu sein oder die Beteiligten zeitlich und arbeitsmäßig zu überfordern. Deshalb entschlossen sich im Frühjahr die Eaubonner Freunde, eine Art Dachgesellschaft zu gründen, die alles ein wenig koordinieren sollte.

Die Budenheimer verfolgten eine andere Idee. Man wollte eine klare Trennung zwischen den Aufgaben des Rates und der Verwaltung und den Interessen der frankophilen Bürgerinnen und Bürger; allerdings sollte eine Zusammenarbeit dort, wo sie notwendig erschien, stattfinden.

Der Gemeinderat empfahl seinen Repräsentanten, Mitglied der zu gründenden Gesellschaft zu werden, sich aber aus den Gremien herauszuhalten, damit interessierte Bürgerinnen und Bürger unbeeinflusst ihre Vorstellungen entwickeln könnten.

Und so entwickelte sich unter Vorsitz von Bürgermeister Erwin Renth eine lebhafte Diskussion über Ziele und Aufgaben einer deutsch-französischen Gesellschaft. Man unterstützte die Förderung der Beziehungen zwischen Eaubonne und Budenheim, wollte sich aber auch der Verbesserung des deutsch-französischen Verhältnisses annehmen.

Dazu sollten Vorträge, Kontakte zu französischen Einrichtungen und auch Reisen in das Partnerland dienen. Um sprachliche Barrieren abzubauen, plante man Sprachkurse und für die bereits mit der französischen Sprache Vertrauten, einen Konversationszirkel einzurichten. Die Geselligkeit sollte ebenfalls nicht zu kurz kommen, kurz gesagt, man steckte voller Pläne. Zunächst galt es aber, die Gesellschaft zu gründen und ihre Organe zu schaffen, damit die Pläne in die Wirklichkeit umgesetzt werden konnten.